Was tun wenn man bei einem Onlinecasino gewinnt?
Sonntag, 16. August 2009

Das Verhalten bei einem Onlinecasinogewinn hängt zuallererst von der Gewinnhöhe ab. In der Folge wollen wir uns mit den möglichen Millionengewinnen beschäftigen. Die ersten konkreten Fragen stellen sich bereits, während man noch auf der ersten Glückswelle reitet.

Wie komme ich an meinen Gewinn?

Stellen Sie sicher, daß sie die Geschäfts- und Auszahlungsbedingungen des Anbieters richtig verstanden haben, damit es bei der Forderung Ihres berechtigten Gewinnes nicht zu Problemen kommt.

Welche steuerlichen Folgen gibt es?

Die Besteuerung von Gewinnen aus Lotterien, Sportwetten und Onliecasinos ist von Land zu Land unterschiedlich. Maßgeblich ist auf jeden Fall das Steuergesetz des Wohnsitzes. In der Regel sind für die Gewinne aus Lotterien und Sportwetten Einkommenssteuern zu zahlen, wobei die – bei der Auszahlung bereits abgezogene – Verrechnungssteuer angerechnet wird. Für den Bereich Onlinecasinogewinne gibt es von Staat zu Staat verschiedene Interpretationen und rechtliche Grauzonen.

Wozu verwende ich meinen Gewinn?

«Geld allein macht nicht glücklich», sagt ein Sprichwort. Glaubt man der Berichterstattung in den hiesigen Medien, dann macht gewonnenes Geld sogar eher unglücklich. Dabei wird in der EU und insbesondere im deutschsprachigem Raum einzig und allein auf die leidvollen Erfahrungen des allerersten Lottomillionärs abgestellt. Vermutlich ist die folgende These richtig: Wer ohne Geld unglücklich war, wird mit Geld nicht glücklich. Wer aber vor einem großen Gewinn glücklich war, wird nachher nicht zwangsläufig unglücklich.

Untersuchungen über das Befinden von Onlinecasinogewinnern aus dem deutschsprachigen Raum gibt es leider nicht. Bereits der Versuch einer solchen Abklärung ist vor einigen Jahren schon in der Anfangsphase am Desinteresse der Gewinner gescheitert. Eine Studie der Universität Nottingham aus dem Jahr 2007 kam jedoch zum Ergebnis, daß z.Bsp. 95 Prozent der Lottogewinner mit ihrem Leben zufrieden waren, im Gegensatz zu «nur» 71 Prozent der Leute aus einer Vergleichsgruppe. Und zu dieser größeren Zufriedenheit führte nicht etwa, daß jetzt viel Geld für weite Reisen oder Luxusartikel zur Verfügung stand. Sie rührte vielmehr daher, daß man sich ab und zu etwas Spezielles zu Hause leisten konnte. Der Weg zum Glück führt also nicht über das Grosse und Spektakuläre, es sind die kleinen Alltagsfreuden und die dank der finanziellen Unabhängigkeit mögliche größere Gelassenheit und das Mehr an freier Zeit, die zur gesteigerten Lebensqualität beitragen.

Gewonnen! Was nun?

Ich bewahre Ruhe und genieße das kribbelnde Glücksgefühl. Ich vermeide überstürzte und unüberlegte Entscheidungen und plane meine nächsten Schritte behutsam. Ich erstelle eine Liste mit allen meinen Wünschen und sortiere anschließend nach Wichtigkeit beziehungsweise Unwichtigkeit. Ich überdenke und überschlafe diese Liste mehrmals. Ich gewinne Abstand und entscheide erst nach reiflicher Abwägung aller Vor- und Nachteile. Ich treffe den Entscheid selber. Und da die Begehrlichkeiten parallel zur Gewinnhöhe steigen, beachte ich die Regel «Reden ist Silber, Schweigen ist Gold». Das Glück kann auch so nicht gepachtet werden, aber die Gunst der Stunde wird so am besten genutzt, und einem möglichst langen Genießen steht nichts mehr im Wege.

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