Neuordnung der Online Glücksspielindustrie wahrscheinlich
Dienstag, 2. Februar 2010

Startschuss für Branchenkonsolidierung könnte eine mögliche Fusion zwischen bwin und der britischen PartyGaming sein. Laut Experten steht die Branche in diesem Jahr vor einer umfassenden Neuordnung. Zahlreiche Firmen könnten sich zusammenschließen, um sich besser gegen die Wirtschaftskrise zu wappnen.

Eine Konsolidierung der Branche scheint „unvermeidbar“ zu sein, laut Aussagen von Wyn Ellis von Numis. Im rasant wachsenden Online-Glücksspielmarkt gibt es mittlerweile Tausende Anbieter. Die meisten von ihnen sind jedoch zu klein, um genügend Spieler anzuziehen und um dadurch selbstständig bleiben zu können. Das seien ideale Objekte für eine Übernahme, um so die regionale Präsenz und die Produktpalette zu erweitern, sagte Alfred Reisenberger, Chefanalyst von Cheuvreux in Österreich.

Die Gespräche im Sektor würden breit geführt und die meisten der Firmen könnten sowohl Übernehmer als auch Übernahmeziele sein, ergänzte Ellis. 2010 werde ein entscheidendes Jahr, sagte ein hochrangiger Manager eines Online Glücksspiel-unternehmens der Nachrichtenagentur Reuters. „Ich glaube, es wird einen Dominoeffekt geben. Der ersten Transaktion werden andere folgen, weil der Letzte nicht allein bleiben will.“

bwin hatte jüngst Gespräche über eine mögliche Fusion mit dem Konkurrenten PartyGaming bestätigt. Allerdings wies ein bwin-Sprecher darauf hin, daß in der Branche jeder mit jedem rede. Bei einem Zusammenschluss zwischen PartyGaming und bwin könnten die Konkurrenten 888, Sportingbet und Playtech folgen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Auch eingesessene Firmen wie William Hill und Paddy Power sowie Ladbrokes würden Experten zufolge wohl auf diesen Zug aufspringen.


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