Gehen die Europäischen Nationen ihren eigenen Weg bei Online-Glücksspielen?
Donnerstag, 2. Juli 2009

Die Studie mit dem Titel "Markthindernisse: Eine Europäische Online-Glücksspiel-Studie 2009", die sich über mehrere Monate hingezogen hatte, wurde diese Woche von einem siebköpfigen Rechtsberaterteam veröffentlicht. Laut Veröffentlichung ist dies eine der ersten Umfragen die sich ausführlich mit der Thematik des grenzübergreifenden Europäischen Online-Glückspiels seit 2006 beschäftigt - zu dieser Zeit war nur eine Studie des Schweitzer Institut für Rechtsvergleichung erhältlich.

Das Team stellte fest, daß es zur Zeit keine formellen EU-Regeln für das grenzüberschreitende Internet-Glücksspiel existieren und dies auch in Zukunft eher unwahrscheinlich sein wird. Eine Mehrheit der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind jedoch schon aktiv dabei Reformen in ihren Ländern anzustreben, um die Kontrolle über diese Aktivitäten auf nationaler Ebene zu erlangen.

"Während die endgültige rechtliche Klarheit weder von EU-Beamten in Brüssel oder von dem Europäischen Gerichtshof gegeben ist, stellt der neue Bericht fest, daß sich derzeit jedoch schon 19 europäische Regierungen in Gesprächen über Internet-Glücksspiel in ihren Ländern befassen, « laut einer Aussage von „Gambling Compliance“.

"Auch wenn andere EU-Mitgliedstaaten schon dem Beispiel von Italien und dem Vereinigten Königreich in der Regulierung der Internet-Glücksspiele folgen, so verhindert jedoch die große Mehrheit der europäischen Ländern auch weiterhin den Zugang zu ihren Märkten für die Internet-Spiele-Betreiber und ihren Lizenzen," stellte das Umfrageteam fest.

"Sieben europäische Länder haben bereits konkrete Pläne zur Einführung eines nationalen Lizenzsystems für Remote Gambling - Pläne, die in den meisten Fällen weder durch Blockierungsmechanismen zu stoppen um finanzielle Transaktionen und dessen Zugang zu nicht lizenzierten Glücksspielwebseiten via Internet zu verhindern"

Der Gambling Compliance Bericht liefert eine detaillierte Analyse der einschlägigen Vorschriften und Beschränkungen für Online-Spiele für jedes der 27 EU-Mitgliedstaaten und Norwegen. Er bietet auch eine Aufschlüsselung der geltenden Rechtsprechung des EuGH und die jüngsten Klagen wegen Verletzung der von der Europäischen Kommission und anderen europäischen Einrichtungen erlassenen Regelungen.